Jugendhilfe im Strafverfahren - Gespannte Aufmerksamkeit im CDU - Info-Gespräch

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v.l.n.r. : Guter Austausch Politik und Verwaltung. Ruth Höner, Norbert Huylmans, Roswitha Reckels, Kirsten Bendick, Detlev Becker, Doris Gremplinski.
v.l.n.r. : Guter Austausch Politik und Verwaltung. Ruth Höner, Norbert Huylmans, Roswitha Reckels, Kirsten Bendick, Detlev Becker, Doris Gremplinski.

Wenn Jugendliche straffällig werden, stehen die Ampeln auf Alarmstufe rot. Die Jugendhilfe wird aktiv, informiert über Ablauf des Jugendstrafverfahrens und ist zudem Prozessbeteiligte. Norbert Huylmans und Kirsten Bendick vom Kreisjugendamt und Jugendamtsleiterin Roswitha Reckels nahmen gerne die Einladung von Doris Gremplinski zum Austausch an. „Die Jugendhilfe im Strafverfahren ist ein so wichtiger Arbeitsbereich. Hier kann Vieles wieder ins Lot gebracht und Folgetaten verhindert werden“, so die Vorsitzende, Detlef Becker (Caritasverband Tecklenburger Land) und Ruth Höner vom CDU - Arbeitskreis Jugendhilfe. „Das Angebot des Jugendamtes zur Beratung und Begleitung erfolgt im Interesse des jungen Menschen auf freiwilliger Basis, ist kostenfrei und vertraulich“, machte Roswitha Reckels den Einstieg in die vielseitige Thematik.

 „Ziel dieses Angebotes ist es“, so die Fachleute, „zunächst bei den Jugendlichen Bewusstsein für die Tat und das Fehlverhalten zu schaffen. Die Lebenssituation als möglicher Auslöser wird ebenso in den Fokus gerückt, wie Umfeld und konkrete Umstände zur Tat. Für familiäre, schulische oder berufliche Schwierigkeiten werden begleitend

Hilfen entwickelt. Sie sollen erste Hilfestellung geben und Wiederholung vermeiden. „Insbesondere aber ist die anschließende Begleitung im Verfahren vor Gericht ist zu klären. „ Gemeinsame Überlegungen, ob Haftalternativen greifen, die Erarbeitung von Stellungnahmen und Vorschläge für richterliche Maßnahmen, oder auch die Vermittlung zwischen den Jugendlichen und der Staatsanwaltschaft gehören zum Arbeitsfeld“, erläuterte Norbert Huylmans.

Deutlich wurde im Gespräch, wie schmal der Weg für die jungen Straftäter wird und Einsicht und die Umsetzung der Auflagen zwingend erforderlich machen. „Auch hier vermittelt Jugendgerichtshilfe, begleitet und überwacht die von der Justiz erteilten Weisungen. Das können Sozialstunden, Anti-Aggressions-Trainings oder Verkehrserziehungskurse sein“, informierte Kirsten Bendick. Ausgleichsgespräche („was habe ich da eigentlich angerichtet“), Schadenswiedergutmachung oder Geldauflagen sind wirkungsvoll und fördern eigenes Strafbewußtsein.

Deutlich wurde im Austausch, mit welcher Kompetenz, Erfahrung und ganz viel Lebenswissen Norbert Huylmans, Kirsten Bendick und Mitarbeiter des Fachdienstes die Betreuung und Begleitung der jungen Straftäter zwischen 14 und 21 Jahren begleiten und die Weichen für ihre Zukunft neu stellen.

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