Nach der Krise kommt der Neuanfang

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Austausch in der Jugendschutzstelle in Hörstel V.l.n.r.: Peter Middendorf (Ev. Jugendhilfe) Doris Gremplinski (Vors. Jugendhilfeausschuss Kreis Steinfurt, Andrea Möllering (Ev. Jugendhilfe) Heike Ciezelsky, Reinhard Brüning, Franziska Ruwe, Werner Janning (Alle CDU-Fraktion) und Roswitha Reckels, (Leitung Jugendamt Kreis Steinfurt). 

Für die betroffenen Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien sind Inobhutnahmen kein leichter Schritt. Was alles von der Jugendhilfe mit ihren Leistungen im Ernstfall geleistet wird, darüber informierte sich der Arbeitskreis Jugendhilfe der CDU-Kreistagsfraktion. Vor Ort in der Jugendschutzstelle Hörstel informierten Peter Middendorf und Andrea Möllering von der der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland. Sie ist Träger der Einrichtung. Denn wenn nichts mehr geht, das Kindeswohl gefährdet ist, Jugendliche in einer schweren Krise sind und aufgrund der Notlage ihr Lebensfeld verlassen müssen, sind Fachleute gefragt. 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr wird kurzfristige Hilfe und Unterkunft geboten.

 

„Das Thema Inobhutnahme berührt tief, über die Diskussion der Haushaltsansätze hinweg müssen Ursachen und Umgang mit den vielseitigen persönlichen Situationen immer wieder hinterfragt werden“. Peter Middendorf machte die Drehscheibenfunktion der Jugendschutzstelle deutlich:“ Wir sind kein dauerhafter Ort sondern suchen mit Beginn der Inobhutnahme nach den besten Lösungen“. Ob Gewalt in der Familie oder die Eskalation der Familiensituation, Ziele sind kurzfristige effektive frühe Hilfen und langfristig die Entwicklung neuer Perspektiven. „Das ist an einem neutralen Ort oft leichter, Betreuung und klare Tagesabläufe bringen Ruhe.“

Und die wiederum ist für eine Konfliktlösung ein guter Start. Ältere Jugendliche verbleiben dazu in der Jugendschutzstelle, Kinder bis 10 Jahre werden direkt in Familien mit großer Erfahrung in Obhut gegeben. Unter dem Schutz der Jugendhilfe und hoher fachlicher Kompetenz wird Orientierung geboten, Beratung, Betreuung und die mögliche Rückkehr in die Familie vorbereitet.

„Es lohnt sich, hier zu investieren und fachlich den Neuanfang für die Beteiligten vorzubereiten“. Für den Arbeitskreis und die Jugendhilfe im Kreis Steinfurt machte Doris Gremplinski deutlich, mit welchem Respekt die Jugendhilfe diese Arbeit vor Ort anerkennt. Gute Vernetzungen mit den Jugendämtern, der Kinder- und Jugendpsychiatrie, Polizei und anderen Institutionen, breite Angebote und Unterstützung und Beratung der Inobhutnahme-Familien bilden ein sicheres System. „Allen Beteiligten können wir nur danken, dass sie die hohen Erwartungen mit großer Fachlichkeit erfüllen und sich täglich dieser schweren Aufgabe stellen“, betonten Jugendamtsleiterin Roswitha Reckels und Doris Gremplinski abschließend.

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