Werkstattgespräch zur Zukunft der Feuerwehren im Kreis Steinfurt

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Einladung der CDU zum Gedankenaustausch über die bisherige und zukünftige Arbeit der Feuerwehr

Emsdetten. Mitdenken – Umdenken – Vordenken. Unter diesem Motto stand das am vergangenen Dienstag stattgefundene Werkstattgespräch zur Zukunft der Feuerwehren im Kreis Steinfurt. Der Kreisverband der CDU lud die Leiter und stellvertretenden Leiter der 24 Freiwilligen Feuerwehren sowie der beiden Werkfeuerwehren im Kreis in den Lichthof von Stroetmanns Fabrik zum Gedankenaustausch über ihre Arbeit ein.

 

Vertreter der Politik und der Verwaltung dankten den Einsatzkräften, die für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürgern vor Ort sorgen. Kreisdirektor Dr. Martin Sommer zieht eine positive Bilanz aus der bisherigen Zusammenarbeit und dem regelmäßigen Austausch zwischen der Verwaltung und den Vertretern der Feuerwehr.  Der Neubau der Kreisleitstelle sowie der Feuerwehrtechnischen Zentrale führe zu einer Verbesserung der Rahmenbedingungen: „Wir sind gut aufgestellt und ich hoffe, dass wir so gut aufgestellt bleiben“, so Sommer. Landrat Dr. Klaus Effing betont, dass den Feuerwehren zur sicheren Ausübung ihrer Dienste bestmögliche Rahmenbedingungen bereitgestellt werden müssen. Die Sicherheit der Einsatzkräfte müsse dabei im Vordergrund stehen. Auch Wilfried Grunendahl, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, schätzt den Dienst für die Allgemeinheit, den die Einsatzkräfte täglich leisten. „Es nutzt die beste Ausrüstung nichts, wenn wir nicht die Menschen haben“, so Grunendahl.

Insgesamt 5000 Einsatzkräfte der Feuerwehren gibt es im Kreisgebiet, davon sind ca. 3100 aktiv tätig. Die meisten Aktiven treten aus den jeweiligen Jugendfeuerwehren hervor, erklärt Kreisbrandmeister Raphael-Ralph Meier. Er betont, dass Wertschätzung zur Ausübung eines Ehrenamts antreiben könne: „Die Politik muss hier mit ins Rad greifen und die Feuerwehr mit Wertschätzung bedienen.“ Dadurch könne die Motivation, sich langfristig zu engagieren, steigen. Leider sei in den vergangenen Jahren der administrative und bürokratische Aufwand stark gestiegen, sodass diese Arbeit im Ehrenamt fast gar nicht mehr zu leisten sei, so Meier.

Darüber hinaus müssten Arbeitgeber für die Leistung der Feuerwehren sensibilisiert werden, denn häufig gebe es Probleme bei einer plötzlichen Freistellung eines Ehrenamtlichen, sodass die Tagesverfügbarkeit nicht sichergestellt werden könne. Christoph Schöneborn, Geschäftsführer des Verbandes der Feuerwehren in NRW, kennt diese Herausforderungen ebenso aus anderen Kreisen und Kommunen in NRW. Daher setzt er sich für einen angemessenen Ausgleich für den Dienst der freiwilligen Feuerwehren ein.

Christoph Borgert, stellv. Vorsitzender der Kreis-CDU,  garantiert den Einsatzkräften der Feuerwehren von Seiten der CDU ihre Wertschätzung: „Durch diesen Abend haben wir viele Einblicke bekommen, die wir sonst nicht bekommen hätten. Wir nehmen den Auftrag zur Sensibilisierung von Verwaltung und Unternehmen mit.“ Ehrenämter sollten auf keinen Fall mit administrativen Aufgaben und steigendem bürokratischen Aufwand überfrachtet werden.

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