Kein Schluck - Kein Risiko

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„Werdende Mütter haben es sprichwörtlich in der Hand, „ das Glas Alkohol“, das über die Gesundheit des Kindes mitentscheidet. Von Anfang an in guten Händen, ist daher das Ziel, für das wir uns präventiv für 0,00 Promille in der Schwangerschaft einsetzen“.

Doris Gremplinski, (CDU) Vorsitzende Jugendhilfeausschuss Kreis Steinfurt, war gerne einer Einladung der Evangelischen Jugendhilfe Münsterland gefolgt. Unter der Koordination von Betty Loschelder wird hier aktiv dazu ein Projekt, finanziert durch den LWL, umgesetzt. Ein Team aus ausgebildeten Babybedenkzeit-Trainerinnen geht in die Schulen, informiert, diskutiert und klärt über die Folgen des fetalen Alkoholsyndroms (FAS) auf. Mit im Gepäck drei realistische Babymodelle,  die Mangel- und Fehlentwicklungen nach Alkoholgenuss der Mutter in der Schwangerschaft  sichtbar machen, die drogengeschädigt nach der Geburt  den Entzug  oder die Auswirkungen  im Schütteltrauma darstellen. „Es zerreißt einem das Herz, mögliche Folgen so zu sehen, aber wenn Aufklärung in dieser Deutlichkeit ein erfolgreicher Weg ist, sind die Schulkurse für die jungen Menschen und zukünftigen Eltern ein guter Weg“, so die Vorsitzende.

Denn während der Pubertät werden entscheidende Weichen gestellt. Prävention zur FAS- oder Drogenproblematik gehört in die Lehrpläne der weiterführenden Schulen, fordern zudem auch bundesweite Interessensvertretungen sowie das Bundesgesundheitsministerium.

Nina Benölken, Sozialpädagogin und ausgebildete Babybedenkzeit-Trainerin, verwies zudem auf die FAS - Diagnosestellung mit komplexem Krankheitsbild, die oftmals erst spät den Alkoholgenuss als Ursache für angeborene Fehlbildungen, geistige und psychische Behinderungen, Wachstums- und Entwicklungsstörungen, sowie schwere Verhaltensauffälligkeiten von Kindern absichert.

 In Deutschland haben über 10.000 Babys pro Jahr ihren ersten folgenschweren Alkoholrausch vor der Geburt. Die unheilbaren Schädigungen müssen deutlich gemacht werden, die das Kind sein Leben lang zu tragen hat und die ihm die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben nehmen.

© CDU-Kreisverband Steinfurt 2019